Die SV Reihen Jahrhundertelf

Diese höchst subjektive Aufstellung ist eine Wertschätzung an Spieler die außergewöhnliche Leistung im Schwarz-Weiß gestreiften Trikot vollbracht haben. Sicher wurden Etliche vergessen. Zusätzlich dürfen sich die genannten Spieler ihrer Position nicht allzu sicher sein. Längst steht eine neue erfolgreiche Generation auf dem Platz die Männer beinhaltet, welche in den nächsten Jahren den Ein oder Anderen aus der Jahrhundertelf verdrängen könnten. Sicher ist nur, wer unser Wappen auf der Brust trägt, der spielt im Andenken an diese großartigen Fußballer. Traditionsverein ist nicht nur ein Wort, es ist eine Verpflichtung.

Heinz Böhmann: „Böhmann der Teufelskerl“ titelte die Zeitung nach seinem sensationellen Spiel gegen den SV Sandhausen. Bis ins Halbfinale des Badischen Pokals zog der SV Reihen damals dank seines Torhüters ein. Sein großes Talent zeigte sich schon in jungen Jahren, so dass sein Weg ihn über Allemannia Aachen bis zum SV Saarbrücken in die 2. Liga führte. Eine komplizierte Verletzung an der Hand beendete seine Karriere viel zu früh. Über zwei Jahrzehnte war er erfolgreicher Torwarttrainer und genießt sowohl im Saarland als auch in Reihen Legendenstatus.

 

Dieter Redlich: Der gebürtige Rohrbacher kam bereits in der Jugend nach Reihen und war nicht nur auf dem Feld eine der prägendsten Figuren der letzten Jahrzehnte. Einer der wenigen Jugendspieler welcher Mitte der 70 Jahre sofort den Sprung in die erste Mannschaft schaffte und seinem SV immer treu blieb. Lange Jahre führte er als Kapitän und Vorbild die Mannschaft an. Der körperbetonte Defensivspieler trug über 17 Jahre das Trikot  des SV Reihen und absolvierte dabei über 600 Spiele.

 

Johannes Engel: Der lange blonde Verteidiger war Jahrzehnte lang ein prägender Spieler der Reihemer Abwehr. Als Kind seiner Zeit, hart gegen die Stürmer, die damals noch ohne Schienbeinschützer immer wussten, wer ihnen auf den Beinen stand.

 

Timo Maag: Noch als A-Jugendspieler wurde „Wuchter“ der Pokalheld von Ehrstädt und schoss mit drei Toren seinen späteren Verein TSG Hoffenheim praktisch im Alleingang kaputt. Bis in die damalige viertklassige Oberliga führte ihn sein Weg, bis mehrere Verletzungen der Karriere einen Knick gaben. Danach kam er zu seinem SV zurück und war in der Abwehr an jedem Vereinserfolg der jüngeren Vergangenheit federführend beteiligt. Als Symphatieträger war er wohl der kompletteste Spieler, der jemals in Schwarz-Weiß gegen den Ball trat. Noch heute in der Vereinsführung ein Garant für Zuverlässigkeit und Stabilität.

 

Herbert Stößer: Eisenharter linker Verteidiger, der weder sich noch den Ball noch den Gegner schonte. Viel zu früh beendete er seine Laufbahn und zog nach Gemmingen.

 

Herbert Görl: Jahrelang das Gesicht des SV Reihens und der damals erfolgreichen Zeit Anfang der 70ger. Ein herausragender Techniker im Mittelfeld und eine Legende auch abseits des Platzes.

 

Peter Jakob: Der gebürtige Dossenheimer spielte sich durch seine herausragende Schnelligkeit und Ballsicherheit bis in die damalige 2. Liga mit dem VFB Eppingen. Nachdem er sich für den SV Reihen entschieden hatte, wurde es sein Herzensverein, dem er nie mehr den Rücken kehrte und auch noch nach seinem Karriereende in verschiedenen Ämtern Verantwortung trug.

 

Bruno Pasker: Auf Kreisebene der beste Fußballer seiner Zeit. Er hat sogar Angebote vom KSC abgelehnt, um seinem SV Reihen treu zu bleiben. Symphatieträger in der Mannschaft und Identifikationsfigur im Ort. Was damals für Bayern "Mayer Beckenbauer, Müller" war, war in Reihen Wolfgang Fackler, Karl Mayer und Bruno Pasker.  

 

René Redlich: Dynamik und Zweikampfstärke, Ballsicherheit und Cleverness. René Redlich war das Sinnbild eines 6ers seiner Zeit. Zusammen mit seinem Weggefährten Maag wurde er ebenfalls zum Pokalheld 2000 und zum Oberligaspieler in Hoffenheim. Nach vielen Jahren als Kapitän der Zuzenhäusener Verbandsliga-Mannschaft kam er über einen kurzen Zwischenstopp in Mauer 2012 zu seinem SV zurück. Im Herbst seiner Karriere war er zwei Jahre lang einer der wichtigsten Bausteine, die zur Rückkehr in die Kreisliga und zum Klassenerhalt führten. Unvergessen ist sein Freistosstor aus gut 25 Metern im Relegationsspiel gegen Neckarbischofsheim.

 

Manfred Bauer: Einer der besten Mittelstürmer den der SV jemals hatte. Er kam vom TSV Steinsfurt nach Reihen. In der 2. Amatuerliga war er ein Garant für Tore. Unvergesslich ist seine Ballführung und sein Einlaufen in den Strafraum welches nicht selten mit einem Elfmeter für Reihen endete.

 

Wolfgang Mittermeier: Pfeilschneller Rechtsaußen, war nur mit Fouls zu stoppen. In den 60gern war er die prägende Figur im Reihemer Angriff.

 

Weitere Ausergewöhnliche Spieler:

 

Sascha Reimann: Hineingeboren in die schwierigste Zeit des SV´s gab er schon in jungen Jahren dem SV Halt und Stabilität. Durch seine Tore und seine Vereinstreue war er am Anfang einer der wenigen Lichtblicke und später als Kapitän sportlicher und kameradschaftlicher Vater des Aufschwungs. Viele Angebote aus höherklassigen Vereinen lehnte er ab, um mit seinem SV nach oben zu kommen. Dass er 2018 das Vorstandsamt übernahm, war die logische Konsequenz einer beispiellosen Vereinskarriere.

 

Wolfgang Fackler: Legendärer Torhüter der unnachahmlichen

72ger Meistermannschaft. Hatte auch ohne spezifisches Training eine großartige Klasse und ließ nicht selten die gegnerischen Stürmer verzweifeln. Blieb seinem Verein immer treu.

 

Rolf Klein: Giftiger Stürmer des SV Reihen. Als junger Spieler Meister 72 und später Pokalsieger 82 in dessen Finale er das wichtige 1-0 erzielte. War in jedem Spiel ein Vorbild an Einsatz, was nicht selten mit Spannungen zwischen ihm und dem Schiedsrichter verbunden war. Nach seiner Karriere war er in schwierigen Zeiten 8 Jahre lang Vorstand.

 

Ralf Huber: Ein Schuss wie ein Pferd und die dementsprechenden Beine dazu. Einer der Pokalhelden von 2000. Sein Weg führte ihn bis in den DFB Pokal und ins Berliner Olympiastadion. Noch spät in seiner Laufbahn half er in unruhigen Zeiten den SV Reihen wieder in der B-Klasse zu stabilisieren und eine Trendwende einzuleiten. Kaum einer ist seinem Ort und der Heimat so verbunden wie er. Seinen Posten in der Politik als Ortsvorsteher gab er auch zugunsten des Sv´s  auf und half in erster Reihe mit, 2016 die Alten Herren wieder erfolgreich zu gründen.

 

Der Trainer:

 

Georg Böhmann: 13 Jahre sprechen für sich. Dabei ist es keineswegs nur die Länge der Amtszeit. Er schaffte den so lange ersehnten Wiederaufstieg in die Kreisliga. Als wäre das nicht genug gewesen, folgte 2 Jahre später die sensationelle Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga. Dass er mit seiner Truppe nach einem Jahr abstieg, gab der Karriere keinen Knick, sondern schärfte eher sein Profil als unaufgeregter, kameradschaftlicher Fußballexperte, der trotz des Erfolgs niemals die Bodenhaftung verlor. Nach Innen war er nie unkritisch und hart in der Sache, nach Außen hat er seine Mannschaften und davon gab es in 13 Jahren auch mal weniger erfolgreiche, immer bis aufs Blut verteidigt. Unabhängig davon wie lange seine Zeit als Trainer noch dauern wird, "Schorsch" wird über viele weitere Jahrzehnte das Gesicht des SV Reihens bleiben.

 

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